Steam Deck macht einen Generationssprung und definiert den jährlichen Veröffentlichungszyklus neu

Oct 25,22

Valve lehnt jährliche Steam-Deck-Upgrades ab und priorisiert „Generationssprünge“

Im Gegensatz zu den schnellen jährlichen Upgrade-Zyklen, die auf dem Smartphone-Markt üblich sind, hat Valve bestätigt, dass das Steam Deck keine jährlichen Hardware-Revisionen erhalten wird. Stattdessen konzentrieren sich die Designer des Unternehmens, Lawrence Yang und Yazan Aldehayyat, auf wesentliche, bahnbrechende Verbesserungen – sogenannte „Generationssprünge“ – zwischen den Veröffentlichungen.

In einem aktuellen Interview erläuterte Yang ihre Argumentation und erklärte, dass jährliche inkrementelle Aktualisierungen den Verbrauchern gegenüber unfair seien. Er betonte ihr Engagement für bedeutende Fortschritte und nicht für kleinere jährliche Schwankungen, um sicherzustellen, dass jede neue Iteration die Kosten und Wartezeiten rechtfertigt. Dieser Ansatz steht in krassem Gegensatz zu den Strategien der Wettbewerber.

Aldehayyat stellte weiter klar, dass die Priorität von Valve darin besteht, auf die Bedürfnisse der Benutzer einzugehen und das Erlebnis beim Spielen von PC-Spielen unterwegs zu verbessern. Sie erkennen zwar Raum für Verbesserungen an, feiern aber auch die erzielten Fortschritte und begrüßen den Wettbewerb als Katalysator für Innovationen auf dem Markt für Handheld-Gaming-PCs. Sie hoben die einzigartigen Funktionen des Steam Decks hervor, wie etwa seine Touchpads, die Vorteile gegenüber Konkurrenten wie dem ROG Ally bieten.

Das Team diskutierte offen über Funktionen, die es in das OLED Steam Deck integrieren wollte, insbesondere eine variable Bildwiederholfrequenz (VRR). Sie äußerten ihr Bedauern über die Unterlassung, stellten jedoch klar, dass es sich bei dem OLED-Modell um eine Weiterentwicklung des Originals und nicht um ein Gerät der zweiten Generation handele. Zukünftige Modelle werden der Verbesserung der Akkulaufzeit Priorität einräumen, obwohl technologische Einschränkungen derzeit ihren Fortschritt einschränken.

Die Entscheidung, auf jährliche Updates zu verzichten, ist auch auf die laufende weltweite Einführung des Steam Decks zurückzuführen. Die kürzliche offizielle Einführung in Australien, mehr als zwei Jahre nach der Erstveröffentlichung, verdeutlicht die logistischen Komplexitäten, die mit der Expansion in neue Märkte verbunden sind. Dies unterstreicht den erheblichen Zeit- und Ressourcenaufwand für einen ordnungsgemäßen Start und erklärt die Verzögerungen in bestimmten Regionen wie Mexiko, Brasilien und Teilen Südostasiens.

Trotz des Fehlens häufiger Hardware-Iterationen sieht Valve das Fehlen jährlicher Updates nicht als Nachteil gegenüber der Konkurrenz von Unternehmen wie Asus (ROG Ally) und Ayaneo. Sie betrachten die Wettbewerbslandschaft als positiv, da sie Innovationen fördert und letztendlich den Spielern zugute kommt. Ihr Fokus liegt weiterhin auf der Bereitstellung sinnvoller Upgrades, wobei Qualität Vorrang bei der Entwicklung des Steam Decks hat.

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