Entlassungen bei Halo und Destiny Devs schüren Empörung

Aug 16,24

Bungie, der Entwickler hinter Halo und Destiny, sieht sich nach erheblichen Entlassungen und einer tieferen Integration mit Sony Interactive Entertainment heftigen Gegenreaktionen gegenüber. CEO Pete Parsons kündigte die Entlassung von etwa 220 Mitarbeitern – etwa 17 % der Belegschaft – unter Berufung auf steigende Entwicklungskosten, Branchenveränderungen und wirtschaftliche Herausforderungen an. Diese per Brief mitgeteilte Entscheidung hatte Auswirkungen auf alle Ebenen des Unternehmens, einschließlich der Geschäftsleitung und der oberen Führungsebene. Obwohl Abfindungspakete angeboten wurden, hat der Zeitpunkt, insbesondere nach der erfolgreichen Einführung von The Final Shape, weit verbreitete Kritik hervorgerufen.

Parsons führte die Entlassungen auf eine überambitionierte Expansion in mehrere Spiele-Franchises zurück, die zu finanzieller Instabilität führte. Dies erforderte eine Umstrukturierung, die sich ausschließlich auf Destiny und Marathon konzentrierte und andere Projekte praktisch auf Eis legte.

Die Übernahme durch Sony im Jahr 2022 versprach Bungie zunächst operative Unabhängigkeit, abhängig von Leistungskennzahlen. Das Nichterreichen dieser Ziele hat zu einer verstärkten Integration mit PlayStation Studios geführt, wobei in den kommenden Quartalen 155 Rollen zu SIE wechseln werden. Ein Bungie-Inkubationsprojekt, ein neues Science-Fantasy-Actionspiel, wird zu einer separaten PlayStation Studios-Einheit. Diese engere Integration mit Sony bietet zwar möglicherweise Stabilität, stellt jedoch eine Abkehr von Bungies unabhängiger Geschichte seit der Trennung von Microsoft im Jahr 2007 dar. Hermen Hulst von Sony wird wahrscheinlich eine wichtigere Rolle in der zukünftigen Ausrichtung von Bungie spielen.

Die Entlassungen haben bei ehemaligen und aktuellen Mitarbeitern Empörung ausgelöst, und viele haben ihre Wut und Ernüchterung in den sozialen Medien zum Ausdruck gebracht. Die Kritik konzentrierte sich auf den vermeintlichen Mangel an Verantwortlichkeit auf der Führungsebene, insbesondere angesichts des anhaltenden Erfolgs von Destiny 2. Auch die Community äußerte ihre Missbilligung, indem prominente Content-Ersteller einen Führungswechsel forderten und den Umgang des Studios mit der Situation kritisierten.

Zusätzlich angeheizt wird die Kontroverse durch Berichte über die erheblichen Ausgaben von CEO Pete Parsons für Luxusfahrzeuge, die sich seit Ende 2022 auf insgesamt über 2,3 Millionen US-Dollar beliefen, einschließlich der Käufe, die kurz vor und nach den Entlassungsankündigungen getätigt wurden. Diese Ausgaben haben zusammen mit den Entlassungen und dem Ausbleiben von Gehaltskürzungen für Führungskräfte die negative Reaktion verstärkt. Ehemalige Mitarbeiter haben öffentlich ihre Wut und ihr Gefühl des Verrats zum Ausdruck gebracht. Das Fehlen offensichtlicher Kostensenkungsmaßnahmen durch die Geschäftsleitung verstärkt die Unzufriedenheit der Gemeinde und der Mitarbeiter zusätzlich. Diese Situation verdeutlicht eine erhebliche Diskrepanz zwischen den Maßnahmen der Führung und den erklärten finanziellen Schwierigkeiten des Unternehmens.

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